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Thema des Monats: Grenzen

Im Laufe des vergangenen Jahres 2021 haben wir von euch, liebe Teilnehmer*innen, Anregungen zu Themen, Fragen und Bedürfnissen für das Jahr 2022 erhalten. Aus diesen Ideen haben wir 12 Themen entwickelt, die unsere Yoga-Gemeinschaft im Jahr 2022 thematisch in den Stunden und den Monatsblogs begleiten werden. Jeden Monat wird ein Mitglied von Yamida Gedanken zu diesem Thema aus dem Herzen heraus gestalten und mit euch allen teilen. Wer von euch, liebe Leser*innen ebenfalls einen Text beitragen möchte, ist immer herzlich dazu eingeladen.



Daher freuen wir uns über das Thema dieses Monats: Grenzen. Der Beitrag wurde von unserer fröhlichen und lieben Yogalehrerin Helena Ruhnau geschrieben.


Zwischen Grenzen erfahren und Grenzen überschreiten kann ein ganzes Leben liegen.

Alexander Saheb, dt. Aphoristiker



Ich bin Helena, 24 Jahre alt und beruflich arbeite ich mit eingeschränkten Menschen. Auf Grund dessen begegne ich täglich Grenzen, die unüberwindbar scheinen. Häufig sind dies Hürden, die wegen körperlichen bzw. räumlichen Einschränkungen allein nicht gemeistert werden können. Wie schön, dass es auch dafür Lösungen – z.B in Form von personeller Unterstützung- gibt.


Menschen mit Einschränkungen treffen sicher häufiger und ganz prägnant auf Grenzen in verschiedensten Lebenslagen, aber natürlich braucht es dafür nichtmal eine Einschränkung.

Jeder von uns kennt dieses Gefühl auf eine Grenze zu stoßen. Entweder du ärgerst dich schwarz und gibst auf oder aber du bewahrst einen kühlen Kopf und siehst mal genauer hin. Zugegeben: es gibt Grenzen, an die sich alle halten müssen.


Im Yoga sind es die Yamas und Niyamas. Das sind jeweils 5 ‘‘Regeln‘‘, die als Vorlage für den Umgang mit dir selbst und den Umgang mit deinem Umfeld, dienen. Im Christentum sind es die 10 Gebote, im deutschen Rechtsstaat ist es das Gesetz. Ganz egal, wie sich diese Grenzen nennen oder in welchen Sätzen sie verpack werden. Eins haben sie alle gemeinsam – und das ist die Kernaussage.


Schade dir und keinem anderen mit deinem Verhalten.


Da sind wir uns alle einig.

Ich bin fest davon überzeugt, dass die meisten Grenzen im eigenen Kopf erst gezogen werden und darüber hinaus eigentlich nicht existieren. Bzw. wurden sie uns anerzogen, sind gesellschaftlich und/oder kulturell bedingt, resultieren aus mangelndem Selbstvertrauen und der Angst zu versagen. Hinterfrage.


Nächstes Mal, wenn du in der Situation bist, dass du einfach nicht weiterkommst, auf eine Grenze stößt - sieh genauer hin. Was hindert dich konkret daran, das zu tun, was du möchtest?


Ich gebe mal ein Beispiel aus meinem Leben: Ich war unzufrieden mit meinem Job in der Pflege, wollte nicht mehr so arbeiten, aber gleichzeitig liebte ich meinen Beruf so sehr und wollte eigentlich nichts anderes machen. Was nun? Der Gedanke an Selbstständigkeit gefiel mir schon immer gut. Aber in der Pflege? Ungewöhnlich, aber möglich. Am Anfang meines Vorhabens schien mir die Hürde unüberwindbar. Eine hohe Mauer mit Stacheldraht umzäunt.

Und dann sah ich einfach mal genauer hin. Wieso ist der Gedanke daran so ‘‘groß‘‘? Was hindert mich daran, meine Idee umzusetzen? Ist es wirklich der Aufwand dahinter? die fehlenden Kenntnisse und Fähigkeiten? Oder fehlt es doch eher an Mut und einer gesunde Portion Selbstvertrauen?


Natürlich sollte man bei solchen Entscheidungen gründlich überlegen, Finanzen durchrechnen, sich informieren usw. Aber wenn du dir etwas wirklich wünscht, hart dafür arbeitest und mit deinem ganzen Herzen dabei bist, wird es sich auszahlen.


Genauso ist es im Yoga. Du gehst an deine mentalen & körperlichen Grenzen und wächst mit jeder Praxis immer weiter über deine Grenzen hinaus.


Grenzen werden im Kopf eines jeden kreiert. Sie können so unterschiedlich sein, wie die Menschen dahinter. Du bist der Creator deiner Grenzen oder grenzenloser Freiheit.



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