• Yvonne Beerenbrock

7 Wege um mehr Raum für neues Leben zu schaffen

Wie wir in den letzten Wochen erfahren haben, beginnt während der Frühlingszeit, wenn die Temperatur steigt, das Eis zu schmelzen und das Dosha Kapha beginnt unser System zu beeinflussen, indem es schwerer und flüssiger wird. Um zu verhindern, dass Kapha aus dem Gleichgewicht gerät, wollen wir ein Gleichgewicht schaffen, indem wir die entgegengesetzten Qualitäten von Wachstum, Stabilität und Klebrigkeit nutzen. Wir tun dies, indem wir die Elemente Luft und Raum und unter anderem die Gunas leicht, trocken und beweglich einsetzen.



Man hört oft: "Dein Körper ist dein Tempel", und dem haben wir bereits Beachtung geschenkt. Doch abgesehen davon, dass wir unseren Körper mit Ernährungsgewohnheiten, der Verwendung von Kräutern und körperlichen Bewegungen pflegen, gibt es noch einige weitere Möglichkeiten, Raum und Leichtigkeit für ein optimales Wachstum neuen Lebens zu schaffen.


Im Haus/ In der Wohnung


1. Entrümpeln

Oft sind lose Papiere und "Stapel" von Verwaltung eine Quelle von täglichem Stress. Planen Sie wöchentlich eine Stunde ein, um Ihren Stapel "Papierkram", der auf dem Tisch oder in einer Schublade liegt, durchzugehen. Da wir immer weniger Papier verbrauchen, kann sich die Post an verschiedenen Stellen stapeln, z. B. in Ihrem Posteingang. Räumen Sie gründlich auf und machen Sie einen Plan, wie Sie das ganze Jahr über vorgehen.


2. Spenden oder reparieren

Werfen Sie einen Blick in Ihren Kleiderschrank und nehmen Sie alles heraus. Gehen Sie alle Stücke durch und spenden Sie, was Sie nicht mehr brauchen. Wenn es Stücke gibt, die repariert werden müssen, reparieren Sie sie! Eine weitere wichtige Sache ist es, Ihre Vorhänge und andere Dinge, die aus Stoffen in Ihrem Haus bestehen, zu waschen und allen Oberflächen und Wänden eine zusätzliche Wäsche oder frische Farbe zu geben. Zu guter Letzt können Sie den Raum von alter Energie befreien, indem Sie Wasser mit reinigenden Kräutern wie Zedernholz verbrennen oder dämpfen.


In Ihrem Geist


Im Ayurveda heißt es, dass letztlich alle Krankheiten im Geist beginnen. Dies ist die Domäne der maha gunas Sattva, Rajas und Tamas. Um in der Lage zu sein, alte Gedanken oder Emotionen loszulassen, ist es notwendig, einen sattvischen Geisteszustand zu haben. Das bedeutet, geistige Klarheit zu haben.


3. Weniger Input

Um Raum im Geist zu schaffen, ist es wichtig, weniger Input zu haben. Während eines 10-tägigen Vipassana-Retreats ist kein anderer Input erlaubt als die Anweisung des Meditationsleiters, z.B. keine (sozialen) Medien, keine Bücher und keine Gespräche mit anderen. Außerdem begeben Sie sich auf eine Mono-Diät. Während dieser 10 Tage werden Sie viele alte verweilende Gedanken verdauen und dies wirkt wie eine perfekte Reinigung für den Geist. Um die Verbindung mit diesem Raum aufrechtzuerhalten, erstellen Sie Ihre eigene Meditationsroutine.


4. Notieren Sie Ihre Gedanken

Schreiben Sie die Gedanken auf, die sich hartnäckig halten und Ihnen Leid zufügen. Sie können sie in einem Feuer verbrennen oder das Papier einfach zerreißen und wegwerfen. Damit dieses Ritual mehr Spaß macht, können Sie es gemeinsam mit Ihrem Partner oder einem guten Freund durchführen.


In Ihrem Herzen


Laut Ayurveda befinden sich Emotionen und Bewusstsein im Herzen. Sadhaka Pitta und Sadhaka Agni sind für die Verdauung von Emotionen zuständig, daher dürfen diese ausgeglichen sein.


5. Verbinden Sie sich mit Ihren Emotionen

Bei Emotionen passieren oft zwei Arten von Dingen, wenn sie klebrig werden. Entweder man schafft ein ganzes Netzwerk von Gedanken um sie herum, das wie eine Falle wirkt. Oder man erzeugt Widerstand gegen sie. Im Yoga lernen Sie, sich tief mit dem energetischen Aspekt der Emotion zu verbinden - das ist es, was die Emotion wirklich ist! Wenn Sie dazu in der Lage sind, werden Sie feststellen, dass die Energie aus Ihrem System befreit wird. Der Weg, dies zu tun, ist, sich jeden Tag mindestens 5 Minuten Zeit zu nehmen, um sich hinzusetzen. Sobald eine körperliche Empfindung auftaucht, gehen Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit dorthin und beobachten sie, ohne zu urteilen oder gar 'in sie einzutauchen'. Die Emotion 'schmilzt' dann und wird befreit.


6. Alte Energie mit Wasser entfernen

Eine weitere Maßnahme, die sofort hilft, alte klebrige Emotionen, wie z.B. Traurigkeit, zu beseitigen, ist es, zu duschen oder in einen See oder Fluss zu springen. Das Wasser wird helfen, alte Energie zu entfernen. Sie könnten sogar ein Baderitual mit speziellen Kräutern durchführen, das hilft, das System von negativen Emotionen zu reinigen. Beachten Sie auch Woche 7.


7. Schlafen Sie gut und ausreichend

Guter Schlaf während der Pitta-Zeit (22.00 - 2.00 Uhr) ist wichtig, um alte Emotionen zu verdauen. Auch wenn wir während der Kapha-Zeit etwas weniger schlafen müssen, ist es gut, früh am Morgen aufzuwachen, wenn die Energie am sattvigsten ist. Wenn Sie selbst mit der Verdauung oder Verarbeitung alter Emotionen zu kämpfen haben, können Sie sich an einen Ayurveda-Praktiker, einen anderen Heiler oder einen Psychologen wenden.


Öffnen Sie also die Fenster Ihres Hauses, Ihres Körpers, Ihres Geistes und Ihres Herzens und lassen Sie das alte Zeug von der frischen Frühlingsbrise wegwehen.

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