• Yvonne Beerenbrock

Welttag des Buches - Das Lesen feiern




Der Welttag des Buches und des Urheberrechts am 23. April ist seit 1995 ein von der UNESCO weltweit eingerichteter Aktionstag für das Lesen, für Bücher, für die Kultur des geschriebenen Wortes und auch für die Rechte ihrer Autoren. Das Datum des 23. April geht zurück auf den Georgstag. Es bezieht sich auf die katalanische Tradition, zum Namenstag des VolksheiligenSt. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Außerdem fallen das (vermutete) Geburts- sowie das Todesdatum von William Shakespeare, die Todestage von Miguel de Cervantes und des spanisch-katalanischen Autors Josep Pla sowie der Geburtstag des isländischen Literaturnobelpreisträgers Halldór Laxness auf dieses Datum.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und Stiftung Lesen veranstalten hierzu jedes Jahr die Schüleraktion "Ich schenk Dir eine Geschichte" in der kostenfreie Buchgutscheine an Schüler verteilt werden. Auch bibliophile Blogger machen grossangelegte Buchverlosungen an diesem Tag.

Die DDR beging am 10. Mai den Tag des freien Buches im Andenken an die Bücherverbrennung 1933 in Deutschland.


Auch wir Yamidas sind richtig leseverrückt und haben schon so manches Buch verschlungen.

Jede von uns hat ihre absoluten Lieblingsbücher oder Bücher die grossen Eindruck hinterlassen haben. Diese wollen wir Euch hier vorstellen und Anregung geben, sie vielleicht auch zu lesen.


Julia hat für unsere Bücher-Aktion eine Trilogie aus ihrer Jugendzeit herausgesucht.

Die Autorin Marion Zimmer Bradley ist insbesondere für den Roman „Die Nebel von Avalon“ bekannt.


Zugegeben die Bücher wurden vor dem magischen Jahr 2000 geschrieben, doch beschreiben Sie die Leben von selbstbestimmten Frauen in unterschiedlichen Epochen. In diesen Bändern welche sich auch getrennt voneinander lesen lassen, geht es um Frauen, die in einer männerdominierenden Welt für Spiritualität, Selbstverwirklichung und Liebe kämpfen.

Die Welt der Druiden und Hohenpriesterinnen wird facettenreich beschrieben.

Neben „Die Herrin von Avalon“ und „Die Wälder von Albion“ ist „Die Nebel von Avalon“ das bekannteste Werk.


Diese Hauptfiguren haben mir imponiert und waren teilweise auch Vorbilder in meiner Jugendzeit.

Auf Wikipedia könnt ihr hier die Inhaltsangabe einsehen: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Nebel_von_Avalon


Unsere Anja steuert ihren Buchtipp Harold von einzlkind bei. Das Buch kommt aus dem Genre Schwarze Komödie und schon die Kurzbeschreibung lässt auf Skurilles schliessen:

Harold bringt sich gerne um. Das ist sein Hobby. Ansonsten ist er Wurstfachverkäufer. Aber seine spezielle Feindin aus der Käseabteilung sorgt dafür, dass Harold entlassen wird. Und dann muss er 11 Wochen lang auf den 11 jährigen Melvin aufpassen, der behauptet, ein Genie zu sein. Eine Nervensäge die den wehrlosen Harold in ein Schlamassel nach dem anderen zieht. Melvin sucht seinen Vater. Harold begibt sich mit auf die Reise und bereut es spätestens , als er die Queen überfährt.


Einzlkind ist das Pseudonym eines anonymen deutschsprachigen Bestseller Autors.




Yvonne empfiehlt ein Buch das dieser Tage wieder in vielen Buchläden ganz vorne steht und einfach zum aktuellen Geschehen passt:


Buchempfehlung „ Die Pest“ von Albert Camus

Ich liebe Albert Camus. Als ich 15 war, entdeckte ich auf einem Flohmarkt in Ahlen einen Bücherstand. Und da lag er, der „Mythos des Sisyphos“. Ganz gebannt las ich das Buch und tauschte mich mit meinem damaligen Philosophielehrer (dessen Name ich leider vergessen habe, jedoch nicht seine wohlwollende Persönlichkeit) so sehr aus, dass er diese Geschichte und den Existenzialismus zum Thema unseres Unterrichts machte. Ich liebte diesen Unterricht. ich liebe die Philosophie, denn sie ist kraftvoll und regt zu einem Denken an, dass alle Aggregate der Zeit einbindet. In diesen Tagen habe ich daher ein Buch meines Lieblingsschriftstellers hervorgeholt: "La peste.“ (Ich habe das Buch als französische und deutsche Ausgabe gelesen)/ „ Die Pest“ .

Es ist ein modernes Meisterwerk der Allegorie, Symbolik und Bildsprache. Die oberflächliche Geschichte handelt von der Pest in den frühen 1940er Jahren, die die algerische Küstenstadt Oran heimsucht. Während Camus eine vollständige Geschichte von Krankheit, Angst, Verzweiflung, Mitgefühl und selbstlosem Heldentum erzählt, wird die Geschichte von bleibender Bedeutung zwischen den Zeilen mit aufschlussreichen Beobachtungen und nachdenklich stimmenden Abhandlungen über Philosophie und Theologie erzählt. Camus nutzt die Epidemie, um Beziehungen, Gemeinschaft und Existenz zu erforschen. Während ein Teil der Poesie seines Französischen in der Übersetzung verloren gegangen ist, kommt seine Technik sparsam, aber eklektisch daher und seine Charakterisierung und Bildsprache ruft Vergleiche mit so weitreichenden Stilisten wie Hemingway und DH Lawrence hervor. Und Camus' Individualität glänzt durch seine ausgezeichnete Prosa. Hier ist kein langweiliger Essayist, sondern ein lebendiger Athleist. Der unbekannte Erzähler der Chronik gibt sich schließlich als Dr. Rieux zu erkennen. Er ist einer der ersten, der den Ausbruch der Seuche erkennt und darauf drängt, dass strenge Hygienemaßnahmen ergriffen werden müssen. Als überzeugter Humanist und Atheist hat er wenig Geduld mit der zögerlichen Haltung der Behörden. Als Oran unter Quarantäne gestellt wird, kämpft Dr. Rieux weiter gegen die Seuche und versucht, seinen Patienten zu helfen, obwohl seine Bemühungen wenig oder gar nichts bewirken. Es gibt weder ein Heilmittel noch einen Impfstoff. Jean Tarrou war auf Urlaub in Oran, als er durch die Quarantäne eingeschlossen wurde. Als Außenstehender sind seine Beobachtungen objektiver als die der Bürger. Weil er nicht an Gott glaubt, glaubt er auch nicht an die Illusion eines intrinsischen rationalen und moralischen Sinns in Tod, Leiden und menschlicher Existenz. Er beginnt den freiwilligen Einsatz gegen die Pest und arbeitet genauso hart wie Dr. Rieux im Kampf gegen die Epidemie, überlebt aber nicht. Weitere wichtige Figuren sind ein gefangener Journalist, der versucht zu entkommen. Ein Krimineller, der durch die Beschäftigung der Behörden mit der Pest nicht mehr verfolgt wird und zum profitablen Schmuggler wird. Oder ein Jesuitenpater, der zunächst erklärt, die Pest sei eine von Gott gesandte Strafe für ihre Sünden, sich dann aber ändert und die Pest als höchste Glaubensprüfung bezeichnet. Es gibt noch einige weitere Charaktere, die alle auf eine einzigartige Weise betroffen sind. In gewisser Weise war ich in der Situation des Arztes Rieux ganz am Anfang der Geschichte, der davon überzeugt war, dass die Pest völlig verschwunden war. Aber Rieux, Erzähler und Teilnehmer der Geschichte, der neben der Katastrophe der sich ausbreitenden Pest auch seine eigenen privaten Sorgen dokumentiert, muss sich entscheiden, ob er an seinen Vorstellungen festhält oder die Beweise akzeptiert, deren Zeuge er wird. Indem er die Entwicklung seiner krisengeschüttelten Gemeinde dokumentiert und sich aktiv für die von der Pest Betroffenen einsetzt, wächst er langsam, aber stetig als Mensch und erkennt, dass eigentlich nichts jemals GEGEN die Pest ist. Selbst am Ende, als die Menschen ihr Überleben der Epidemie feiern und im trunkenen Glück all ihre Verluste, ihr Leid, ihre Ängste und Schmerzen vergessen, bleibt er wachsam. Denn er hat etwas gelernt, das über die Lektion der unmittelbaren Krise hinausgeht: "Écoutant, en effet, les cris d'allégresse qui montaient de la ville, Rieux se souvenait que cette allégresse était toujours menacée. Car il savait ce que cette foule en joie ignorait, et qu'on peut lire dans les livres, que le bacille de la peste ne meurt ni ne disparaît jamais, qu'il peut rester pendant des dizaines d'années endormi dans les meubles et le linge, qu'il attend patiemment dans les chambres, les caves, les malles, les mouchoirs et les paperasses, et que, peut-être, le jour viendrait où, pour le malheur et l'enseignement des hommes, la peste réveillerait ses rats et les enverrait mourir dans une cité heureuse.“ "Als Rieux die Freudenschreie hörte, die aus der Stadt emporstiegen, erinnerte er sich daran, dass diese Freude immer bedroht war. Denn er wußte, was diese jubelnde Menge nicht wußte und was man in Büchern nachlesen kann, daß der Pestbazillus niemals stirbt oder verschwindet, daß er jahrzehntelang in Möbeln und Wäsche schlummern kann, daß er in Zimmern, Kellern, Truhen, Taschentüchern und Papieren geduldig wartet, und daß vielleicht der Tag kommen würde, an dem zum Unglück und zur Belehrung der Menschen die Pest ihre Ratten erwecken und sie in einer glücklichen Stadt sterben lassen würde. " Die Pest ist im Wesentlichen ein philosophischer Roman. Zeit seines Lebens beschäftigte sich Camus intensiv mit dem Problem des menschlichen Leidens in einer gleichgültigen, absurden Welt und dem Existentialismus. Obwohl das Bemühen, menschliches Leid zu lindern und zu verhindern, bei den Verheerungen der Pest wenig oder gar keinen Unterschied zu machen scheint, behauptet Camus, dass das Ausharren im Angesicht der Tragödie ein edler Kampf ist, selbst wenn es letztendlich keinen nennenswerten Unterschied macht. Solche Katastrophen stellen die Spannung zwischen individuellem Eigennutz und sozialer Verantwortung auf die Probe. Camus behauptete, dass es keinen intrinsischen rationalen oder moralischen Sinn in der menschlichen Existenz gibt, denn er sagt: "Ich habe genug von Menschen gesehen, die für eine Idee sterben. Ich glaube nicht an Heldentum; ich weiß, dass es einfach ist und ich habe gelernt, dass es mörderisch sein kann. Was mich interessiert, ist das Leben und Sterben für das, was man liebt.“



Die Lektüre von "Die Pest" war wie die Lektüre einer Geschichte über den Ausbruch von Covid-19. Camus wurde von der Cholera-Epidemie inspiriert, die 1849 einen großen Teil der Bevölkerung von Oran tötete, siedelte den Roman aber in den 1940er Jahren an. Dennoch ist dies keine deprimierende Lektüre, sondern eine philosophische Lebensbetrachtung. Er taucht tief in die Irrationalität der menschlichen Existenz ein und legt nahe, dass in jedem Menschen eine angeborene Fähigkeit zum Guten steckt, auch wenn viele Menschen ihr Potenzial nie voll ausschöpfen. Absolut lesenswert - in welcher Sprache auch immer.




Melly liebt Tina Turner und kam so zu dem Buch das Tina geschrieben hat: Happines - Mein spiritueller Weg. Melly hat es erst letzens gelesen und sagt dazu: so schön zum weglesen.


Eine Kurzbeschreibung zum Buch:


"Machen Sie sich bereit, die Welt zu verändern, indem Sie Ihr Leben verändern." Tina Turner Erstmals veröffentlicht: die spirituellen Erkenntnisse des Weltstars für dauerhaftes Glück.

Tina Turner gehört mit über 200 Mio. verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Sängerinnen. Doch ihr Leben kannte nicht nur die Höhen, sondern auch die Tiefen. Erstmals berichtet Tina Turner in dieser spirituellen Autobiografie, was ihr geholfen hat, diese oft sehr schwierigen Situationen zu meistern. Seit über vierzig Jahren ist Tina Turner praktizierende Buddhistin. In ihrem Glücks-Ratgeber "Happiness" teilt sie erstmals ihre spirituellen Erfahrungen und Erkenntnisse, beschreibt ihre Meditations-Praxis, die tiefe Kraft des Chanten und die darin verborgenen wertvollen Geheimnisse für Erfolg und Zufriedenheit. Es ist Tina Turner ein persönliches Anliegen, ihre spirituellen Lebens-Lektionen nun mit einer breiten Öffentlichkeit zu teilen, um anderen gerade auch in schwierigen Lebenssituationen Hilfestellungen zu geben und zu zeigen, dass Glück immer wieder möglich ist.. Ihre Botschaft lautet: "Auch in den dunkelsten Zeiten hast du es in der Hand, dein Leben in eine gute Richtung zu verändern." Die praktische Umsetzung buddhistischer Weisheit im Alltag und die persönliche Lebensweisheit des Weltstars werden ergänzt durch private, bisher unveröffentlichte Fotos.



Claudia empfiehlt alles von John Irving, aber besonders Ihr absolutes Lieblingsbuch von ihm, das sie sicher schon 10 mal gelesen hat: Das Hotel New Hampshire.


Die Familiengeschichte in diesem Buch berührt mich immer wieder, ich muss jedes mal an den selben Stellen lachen oder weinen, trauere tief oder emfpinde helle Freude. John Irving hat einen einmaligen Stil zu schreiben und Emotionen beim Lesen hervorzulocken. Was mich besonders an seinen Büchern fasziniert ist die grosse Liebe zur Ostküste der USA , besonders New Hampshire, hier spielen viele seiner Geschichten. Auch die vielen skurillen Figuren, immer Aussenseiter der Gesellschaft sind das Salz in der Suppe seiner Storys.


Eine gefühlvolle Familiengeschichte, in der motorradfahrende und feministische Bären, weiße Vergewaltiger und schwarze Rächer, ein Wiener Hotel voller Huren und Anarchisten, ein Familienhund mit Flatulenz im Endstadium, Arthur Schnitzler, Moby Dick, der große Gatsby, Gewichtheber, Geschwisterliebe und Freud vorkommen – nicht ›der‹ Freud, sondern Freud der Bärenführer.


Tip: Das Hotel New Hampshire ist eines der wenigen Bücher deren Verfilmung ich grossartig finde. Unter anderem spielen Jodie Foster, Nastassja Kinski und Rob Lowe die Hauptrollen, absolut sehenswert.




Unsere Helena sagt über Generation Beziehungsunfähig von Michael Nast - Das beste Buch was ich je gelesen hab. Ein Buch über Dating, Tinder, Gesellschaft und was generell in der Generation Handy so abgeht.


Der gebürtige Berliner berührt und bewegt mit seinen Kolumnen im Internet bereits Millionen von Lesern. Seine Texte werden geteilt und geliked, seine Lesungen sind regelmäßig ausverkauft. In seinem Buch "Generation Beziehungsunfähig" bringt Nast die Dinge auf den Punkt und beschreibt unvergleichlich charmant die Stimmung seiner Generation: Weshalb wir uns gegenseitig als beziehungsunfähig bezeichnen, wie tinder unsere Partnersuche verändert und warum wir uns immer wieder selbst in den Mittelpunkt stellen, ohne Rücksicht auf Verluste. "Generation Beziehungsunfähig" hält uns einen Spiegel vor. Ganz ohne Bewertung ermutigt das Buch uns chronische Selbstoptimierer und Perfektionisten dazu, unseren eigenen Lebensentwurf zu hinterfragen. Ein augenöffnendes wie anregendes Buch, das sich liest wie ein Gespräch mit dem besten Freund.


Wir hoffen, Euch mit unseren Vorschlägen inspiriert zu haben mal wieder ein gutes Buch in die Hand zu nehmen oder sogar zu verschenken.



Bildnachweis:


Bild 1 Pixabay

Bild 2 von unserer Julia

Bild 3 Reinhard Herok auf twitter

Bild 5 Knaur Buchverlag

Bild 6 amazon

Bild 7 Pixabay










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